Sex sells Autos!
Ich habe durch Zufall ein Google-Tool entdeckt, dass ich so noch nicht kannte. Mit dem Google-Ad-Planner kann man hinter die Kulissen schauen und erfahren, wie der typische Benutzer einer Website so aussieht: Geschlecht, Alter, Haushaltseinkommen, Kinder im Haushalt und Bildungsstand. All das glaubt Google zu kennen. Woher die Daten kommen … Ich möchte es mir lieber gar nicht ausmalen, was Google als Datenkrake so alles sammelt, matcht und in Verläufen darstellt. Da springt sonst sofort meine Paranoia an!
Aber meine Neugierde kennt nunmal keine Grenzen, deswegen habe ich mir doch gleich mal ein paar Autoportale wie Autoscout24, Mobile.de oder Auto.de angeschaut. Und was musste ich feststellen? Alle Klischees sind wieder einmal bestätigt worden. Der typische Autoportal-Gucker ist männlich (ca. 64 % + X), die größte Gruppe ist zwischen 35 und 44 Jahre alt (um die 30 %) und hat ein Jahreseinkommen von ca. 36.000 bis 54.000 €. Meist mehr als 75 % der Besucher haben keine Kinder.
Soviel erstmal zur Statistik.
Manchmal bedarf es nur eines kleinen Anstoßes, um den Stein der Erkenntnis ins Rollen zu bringen. Aber schlagartig wurde mir klar, warum die Automobilbranche so oft auf die Verkaufsunterstützung von nackter Haut und tollen Kurven setzt. Jaja … ich bin halt eine Frau … für uns ist manches nicht immer so offensichtlich. Aber ich möchte festhalten, dass ich nicht blond bin!
Mit den so geöffneten Augen sind mir in letzter Zeit ein paar Artikel auf dem Auto.de-Blog aufgefallen. Beispielsweise fand dort eine Werbeaktion von Peugeot Erwähnung: 308 Nackte als Werbung für den Peugeot 308 Coupé Cabriolet in London. Selbst die Formel 1 braucht Kurven-Tuning - Katie Price, der Mutter aller Boxenluder, sei Dank. Das aktuelle Boxenluder heißt - falls man das mal in einem Kreuzworträtsel braucht - Jessiqa Pace, das Martini Model, das das Formel 1-Rennen in Monaco aufmischte. Wer nun die Königsdisziplin des Kurventunings kennen lernen möchte, der muss im Internet einfach mal nach dem Stichwort “Auto Wallpaper” googeln.
Dort sieht man nicht nur coole Schlitten sondern sehr oft auch noch passende heiße Kurven, die sich gekonnt vor oder auf dem Auto räkeln - je nach Fantasie des Grafikers mal mit mehr Stoff und mal mit weniger Stoff an. Diesen Augenschmaus gibt es auch bei den Auto.de-Wallpapern, die unter dem Motto stehen “Pimp your PC - neue Bildschirmhintergründe braucht das Volk!“.
In diesem Sinne: Frohes Gucken!
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