Von Spatzen und Harley-Fahrern
Mit 170 Sachen heizt ein Harleyfahrer über die Landstraße. Wrroahm! Und weg war er. Plötzlich fliegt ein kleiner, unschuldiger Spatz auf ihn zu.
Obwohl der Harley-Fahrer noch versucht auszuweichen, misslingt das Vorhaben. Der Spatz prallt voll gegen die Harley.
Im Rückspiegel sieht der Motorradfahrer, wie das kleine Vögelchen auf die Straße plumpst, bis an den Straßenrand rutscht und auf dem Rücken liegen bleibt - alle Viere von sich gestreckt.
Den Spatz hat die Harley voll erwischt
Den Harley-Fahrer packt das schlechte Gewissen. Er hält an, läuft zurück zu dem bewusstlosen Tier und beschließt es mit nach Hause zu nehmen, um den Vogel dort gesund zu pflegen. Um seinen Schaden wieder gut zu machen, fährt er zur nächsten Zooohandlung, kauft einen Käfig und legt den Spatz vorsichtig hinein. Damit es dem kleinen Vogel an nichts mangelt, stellt er ihm noch ein wenig Brot und eine Schale Wasser in den Käfig. Dann geht er auf Arbeit.
Der kleine Spatz erwacht erst am nächsten Morgen. Er sieht die Gitterstäbe, das Wasser und das Brot. So langsam dämmert dem gefiederten Tierchen, was passiert sein muss. Tränen steigen ihm in die Augen. Er sackt in sich zusammen und vergräbt seinen Kopf zwischen den Flügeln. “Oh je, oh je!” jammert der Spatz. “Was habe ich nur getan? Ich wollte doch nicht den Harley-Fahrer umbringen!”

Ist all das mit ein Grund für die tiefhängenden Sorgenfalten der Kanzlerin in diesen Tagen?


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