Der Regen wird wärmer
Er ist so gut wie da, der Frühling. Auch wenn wir ihn hinter all dem tristen Grau und dem dichten Regenschleier noch nicht genau sehen können, aber die ersten Anzeichen sind erkennbar: 2-stellige Plusgrade, Ende der Skiurlaubssaison, erste zarte Knospen an Bäumen und Sträuchern und der gierige Blick mancher Männer auf die Damenwelt.
Was liegt also näher als der alljährliche Frühjahrsputz? Schließlich beseitigt sich der muffige Geruch alter Speisereste nicht von allein.
Viele assoziieren den Frühjahrsputz ja mit einem enormen Arbeitsaufwand. Aber das muss ja nicht sein. Mein Alternativvorschlag: eine Schni(psel)tzeljagd.
Zuerst befördert man alle sperrigen Möbelstücke aus der Wohnung. In Zeiten der Mietwohnung muss dafür natürlich der Balkon herhalten. Man glaubt gar nicht, wieviele Möbelstücke man übereinander stapeln kann, bis das moderne Kunstwerk zu kippen droht. Haben sich all die Jahre, in denen ich mit Bauklötzern gespielt habe, doch gelohnt.
Danach ist i.d.R. eine kurze Bestandsaufnahme erforderlich: Wer zum Geier hat hinter meinem Sofa Chilipulver verstreut? Sind diese Schmierflecken schon länger im Laminat? Hilft eine Mausefalle auch gegen Wollmäuse? Würde ein einfacher Umzug das Problem nicht auch lösen?
Nun arbeitet man sich systematisch von Schandfleck zu …würg, was ist das denn?
Ein kurzer Check der Konsistenz ( angeleckten Finger samt Pulver in fremden Mund einführen ) dieses roten Pulvers hinter dem Sofa offenbart: Is ja Brausepulver, ok dann weiss ich wer’s war. Vergessen wir das einfach.
Rettung verspricht in letzter Sekunde ein genialer Einfall. Was spricht denn dagegen, das Problem einfach, im wahrsten Sinne des Wortes, auszusitzen? Also geschwind alles Üble säuberlich an die Stelle gekehrt, wo sonst das Sofa steht, Sofa wieder vom Balkon holen, abstellen und fertig.
Und die Moral von der Geschicht: Putzen is für Männer nix.







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