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Sportaktivitäten oder Star Trek?

Sportaktivitäten… oder doch lieber Star Trek?

Eigentlich soll ich etwas zum Thema Sportaktivitäten schreiben. Allerdings beschränken sich meine Sportaktivitäten, in der Gesamtsumme betrachtet, auf Null. Deswegen werde ich hier definitiv nichts zu Sportaktivitäten schreiben! Damit ist das schon mal geklärt und ich kann mir ein anderes Thema aussuchen, das mich wirklich interessiert. Wie wäre es demnach mit dem aktuellen Kinoprogramm?

Als alter Star Trek-Fan war ich doch im neuen Star Trek Film – übrigens der 11. Film dieser Reihe. Gespannt wie ein Flitzebogen saß ich im Kinosessel und wollte wissen, was J.J. Abrams aus der Geschichte gemacht hat. Eigentlich war das Star Trek-Universum mit „Nemesis“, dem letzten Film der Next Generation Crew um Captain Picard, bereits tot. Doch wie heißt es so schön? Totgesagte leben länger! So muss man Star Trek 11 attestieren: Lang lebe Star Trek!

Die Star Trek Reanimation ist mit diesem Prequel wahrlich gelungen. Der Film rund um Kirk, Spock, Pille, Sulu, Uhura, Chekov, Scotty & Co erzählt in alter Star Trek Manier, wie sich die Enterprise-Crew gefunden hat. Die darum gebastelte Story bedient sich eines alten Scienes Fiction Tricks und entledigt sich so geschickt dem „historischen“ Ballast. Die gute alte Enterprise erstrahlt in neuem Glanz. Der Film hat Tempo, Witz und dank des obligatorischen Bösewichts richtig gute Action-Szenen – also alles, was man für einen entspannten Kinoabend (so ganz ohne Sportaktivitäten) braucht.

Mit diesem Fazit endet meine kleine Review, denn ich sollte zum Schluss ja doch noch mal auf Sportaktivitäten zu sprechen kommen: Wenn Star Trek-Gucken zu den Sportaktivitäten zählt, dann huldige ich vielleicht sogar noch dem Sportsgeist.

Hier geht es zur Auswertung unseres Tests: Latent Semantische Optimierung

Chuck Norris Witze zum Thema SEO & Google

Da ich ja sowieso der Witzeklau-Typ bin, sind die nachfolgenden Chuck-Norris-Witze auch nur per Copy & Paste hier eingefügt. Man findet sie ja dank der richtigen Frage an die allwissende Suchmaschine relativ schnell.

  • Chuck Norris betreibt kein SEO: Er starrt die SERPs von Google so lange an, bis Google ihn freiwillig beim gewünschten Key auf Platz 1 setzt!
  • Chuck Norris ist der einzige SEO, dessen Website einen Pagerank von 11 erreicht hat!
  • Google wartet auf niemanden - nur auf Chuck Norris!
  • Chuck Norris kennt den Google-Suchalgorithmus! (Deshalb ja auch PR 11)
  • Chuck Norris sucht nicht bei Google. Google fragt Chuck Norris!
  • Wenn Chuck Norris keine passenden Suchergebnisse bei Google findet, schaltet er Google aus!
  • Chuck Norris kennt den Content aller Websites die im Google-Index sind - und kann ihn rückwärts aufsagen!
  • Chuck Norris hat Google heruntergeladen und auf Diskette gespeichert. Das war aber unnötig. Er kann sich das bisschen so merken.

Inspiriert durch diese und andere Chuck-Norris-Witze hatte ich auch gleich noch ein paar Ideen:

  • Wenn Chuck Norris seine Steuererklärung abgibt, schick er nur weiße Blätter und ein Bild von sich. Chuck Norris musste noch NIE Steuern zahlen.

    SEO & Google-Variante: Wenn Chuck Norris bei Google einen Resideration Request abgibt, schickt er nur eine leere E-Mail mit einem Bild von sich hin. Chuck Norris hatte noch NIE eine Penalty.

  • Chuck Norris hat als erster Mensch Tetris und PacMan bis zum Ende durchgespielt. 2 mal!

    SEO & Google-Variante: Chuck Norris hat als erster Mensch alle Chuck Norris Videos auf Youtube gesehen - 2 mal vorwärts und 2 x rückwärts.

  • Chuck Norris kann Äpfel mit Birnen vergleichen…

    SEO & Google-Varinate: Sucht Chuck Norris bei Wolfram Alpha, dann bekommt er die Google Serps angezeigt.

  • Chuck Norris kann eine Partie 4-Gewinnt mit nur 3 Zügen gewinnen.

    SEO & Google-Variante: Chuck Norris gewinnt jeden SEO-Wettbewerb - mit einem Follow-Backlink von der Google Startseite.

Hat jemand Ideen für weitere Chuck Norris Witze in Bezug auf SEO & Google? Dann flugs die Kommentarfunktion genutzt!

Spontanapplaus für Stau auf der A4

Hat es soetwas schon einmal gegeben, dass sich Autofahrer darüber freuen, dass eine Autobahn komplett gesperrt wird? Und das sie am Ende der Polizeiaktion sogar applaudieren?

Sie meinen das ist eine Ente?! Hhmm … ganz unrecht haben Sie nicht, aber es handelt sich nicht um eine (Zeitungs-)Ente. Vielmehr war die Ursache für den Stau eine Ente mit ihrem familiären Anhang.

Entenfamilie saß zwischen den Mittelleitplanken fest

Bei Gera-Langenberg saß am Mittwoch, dem 13.05.2009, eine Entenfamilie - bestehend aus der Mutter und einer Kinderschar von 10 Küken - zwischen den Fahrbahnen fest. Wie sie bereits bis zum Streifen zwischen den Mittelleitplanken unbeschadet gekommen ist, wurde nicht überliefert.

Besorgte Autofahrer informierten die Polizei, diese rückte an und sah keine Möglichkeit, das Dilemma der Entenfamilie anders zu lösen. Kurzerhand wurde die Autobahn in beide Richtungen gesperrt. Die 11-köpfige Entenfamilie konnte sicher und unbeschadet über die Autobahn watscheln und ihren Ausflug fortsetzen. Eine ungewöhnlicher Einsatz und sicherlich für die Beamten auch eine nicht alltägliche Interpretation der Vorfahrtsregeln.

Vorfahrt für die Entenfamilie

Die Autofahrer hatten Verständis und fanden die Szenerie so gut, dass sie spontan den Beamten applaudierten für soviel Tierliebe. Und das ist das Ente Ende der Geschichte.

In diesem Sinne: Ente gut, alles gut! Ente, over und aus! ;-)

Quellen: Polizei rettet Entenfamilie : Applaus auf der A4; Vollsperrung der A4 wegen Entenfamilie; Applaus von Autofahrern : Entenfamilie sorgt für Autobahn-Sperrung

Neues Waffengesetz & Verbot der Killerspiele = Unsinn hoch 3

Nach jedem Amoklauf - egal ob Winnenden, Erfurt oder Irgendwo - gehen laute Aufschreie durch die Republik. Zunächst fordern alle, dass das Waffengesetz verschärft werden muss. Die zweite Forderung lautet: Killerspiele gehören verboten!
Die Medien überschwemmen uns mit entsprechenden Schlagzeilen:

Schauen wir uns mal an, was nach einiger Zeit aus den Forderungen wird.

Das neue Waffengesetz

Man kann die derzeit diskutierten Vorschläge nur als ganz faulen Kompromiss aus der untersten Schublade bezeichnen. Maßnahme 1, die vorgeschlagen wird: Waffenbesitzer sollen kontrolliert werden, ob sie ihre Waffen zu Hause auch ordnungsgemäß lagern. … Zunächst einmal hat nach meiner Auffassung eine Schusswaffe in einem Privathaushalt gar nichts zu suchen. Aus Basta!
Die Sache wird sogar noch witziger: Die Kontrolleure haben kein Recht, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen. D. h. wenn der Kontrolleur dreimal klingelt, darf er weggeschickt werden. “Ey, Du heute keine Bock … Musse erst noch zwei Mensch mit Wumme umlegen … Kannste morge wiederkomme?” Halloho geht’s noch?
Das Verbot von großkalibrigen Schusswaffen ist … gekippt. (siehe Spiegel.de: “Schärferes Waggengesetz steht auf der Kippe“) Die Anhebung der Altersgrenze - also ab wann man mit großkalibrigen Waffen schießen darf - wird von bisher 14 Jahre auf 18 Jahre erhöht. Große Motorräder (Führerscheinklasse A direkt), die auch als großkalibrige Waffen angesehen werden können, darf man dagegen erst ab 25 Jahren fahren.
Das kann man getrost, eine beherzte Umsetzung der Vorschläge der Waffenlobby nennen!

Verbot der Killerspiele

Da unsere Politiker also am Waffengesetz nichts ändern können, verfallen sie in blinden Aktionismus und fordern das Verbot aller Killerspiele! Denn Counterstrike, Call of Duty & Co hat der Teufel ja persönlich erfunden! Das Mantra unserer Politiker ist simpel und somit leicht merkbar: Egoshooter und Games mit viel Gewalt sind etwas ganz, ganz, ganz schlimmes! All das und soetwas ähnliches gehört auf den Index.
Und dann haben sich die Experten aufgemacht und die Spielewelten durchforstet und … siehe da … wen wundert’s?! …sie wurden fündig: Jetzt soll also Paintball verboten werden, weil man damit das Töten simuliert! (siehe News.de: Konfliktsport Paintball)
Gut okay, denken wir diesen Ansatz einmal weiter … Dann wird das ein langer Index der verbotenen Spiele.

  • Mensch Ärgere Dich Nicht gehört verboten, weil man ja gezielt andere Menschen - nee Männchen - aus dem Weg räumen muss.
  • Moorhuhn gehört verboten, weil dort sinnlos niedliche kleine Vögelchen abgeknallt werden.
  • Sven gehört verboten, denn dort wird Massenvergewaltigung verharmlost.
  • Das gute alte Völkerball aus dem Schulsport gehört verboten, weil man da ja auch auf Menschen zielt und Kindersoldaten heranzüchtet. (Kinder schießen auf Kinder! Soetwas geht nun wirklich nicht!)
  • Schach gehört verboten, denn das ist ja Kriegssimulation par excellence!
  • Skat gehört verboten, weil das ein einziges Reizen, Hauen und Stechen ist.
  • Fußball gehört verboten, weil beim Schuss auf das Tor auch immer die potentiell latente Gefahr besteht, dass der Torwart durch das Parieren des Schusses verletzt wird.

Was bleibt noch an Spielen übrig? Nichts! Und damit würde die Welt verdammt arm. Ich darf an dieser Stelle zwei große Namen zitieren:

  • Zum einen Jaques Costeau “Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann”
  • Und zum anderen Friedrich Schiller “Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.”

Kirchenflieger die nächsten 8 Monate Fußgänger

Ich bin erst am Wochenende dazugekommen, die Zeitungen und damit die Schlagzeilen der letzten Woche grob zu überfliegen. Dabei stach mir ein Artikel über den sogenannten Kirchenflieger von Limbach Oberfrohna ins Auge, der mit Karacho seinen Skoda im Kirchendach “parkte”. Diese Story ging ja Ende Januar durch die Medien. Z. B. bei Welt.de “Die unglaubliche Geschichte eines Autos im Dach“, bei News.de “Göttliche Landung im Kirchendach” oder auch bei Spiegel.de “Auto stürzt nach 35-Meter-Flug in Kirchdach“.

Flug des Kirchenfliegers war hollywoodreif

Sie erinnern sich wage? Der Typ, der - laut Gutachten - mit mind. 140 km/h durch den Ort rauschte (zur Erinnerung: in Deutschland sind innerorts nur 50 km/h erlaubt!), ‘ne Kurve nicht richtig kriegte und dann bedingt durch einen Hügel abhob, um letztlich im Beichtstuhl … sorry, vertippt … im Kirchendachstuhl zu landen …
Ja, dieses Stunt-Meisterwerk glückte dem jungen Mann am 26.01.2009 und brachte sämtliche Stuntmen der Republik aus der Fassung. Das war hollywoodreif! Müssen die Stuntleute doch, um so etwas hinzubekommen, wochenlange penible Vorbereitungen treffen und große Anfahrtsrampen aufbauen - und selbst da möchte sich die Zunft nicht festlegen, dass ein 35 m Flug durch die Luft auf Anhieb klappt. Wer genauere Details nachlesen möchte, der schaue bei der LVZ vorbei: “Stunt-Experte: Auto-Landung in Kirchendach ‘fast unbegreiflich’“.

Stellen Sie sich vor, Sie sind in so einer Situation Ersthelfer und müssen die Polizei/Feuerwehr verständigen. Sie rufen also dort an und sagen: “Ich habe gerade ein Auto ins Kirchendach fliegen gesehen.” Ich glaube, die Person am anderen Ende der Leitung denkt bestimmt zunächst an einen Anruf vom Sinnlos Telefon, oder?

Kirchenflieger kein Überflieger beim Fußball

Jetzt wurde der 23 Jährige per Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen belegt, was 3 Monatsgehältern entspricht. Außerdem wurde er zu 8 Monaten Fußgängerschaft degradiert. Zeit genug vielleicht, um ein wenig an sich zu arbeiten und zu überlegen, wohin die Reise gehen soll. Fußballspielen sollte der “Kirchenflieger” übrigens auch lassen, denn wie News.de unter Berufung auf die Chemnitzer Morgenpost berichtete (”Auto im Kirchendach : kein Tor und trotzdem ein Volltreffer“), gelang ihm in 29 Spielen nur 1 einziger Treffer. Lottospielen wäre eine Möglichkeit oder vielleicht noch besser: Wie wäre es, mit dem Ablegen des Segelflugscheines?

Revival II.: Der Wartburg soll wiederkommen

Da wir gerade auf H1H2H3 das Thema “Revival & Erinnerungen” haben (siehe hier) und man von mir lange nichts gehört hat, möchte ich mich zurückmelden und vermelden: Der Wartburg soll wiederkommen! Diesbezügliche Nachrichten tickern auf allen Kanälen durch - z. B. bei der TAZ (TAZ-typisch mit Fremdwörtern gespickt: Opel plant Wartburg-Renaissance), bei Antenne Thüringen (Kommt der Wartburg wieder?) oder auf den Automagazinen wie Auto.de (Neuer Wartburg geplant – Wiederbelebung einer traditionsreichen Ostmarke).

Das Wort Wartburg in Verbindung mit Autos weckt alte Erinnerungen

Da schlägt doch das gute, alte Ossiherz gleich höher! Ach ja, das waren vielleicht Zeiten …! *schwelg* Ein Auto hatte damals noch Charakter und gehörte richtig mit zur Familie mit allem drum und dran - Kosename und Streicheleinheiten inklusive!
Unser Trabi hörte auf “Brummelchen”. Als Kind schaffte ich es, Brummelchen schon akkustisch zu orten, wenn er in unseren Heimatort einfuhr. Da hatte er aber noch ca. 1,5 bis 2 km bis zu unserem Haus zurückzulegen. Dann konnte ich schon sagen, gleich kommt Papi mit Brummelchen. Und nach 2 Minuten kam Brummelchen tatsächlich um die Ecke gefahren und ich hatte (mal wieder) recht.

Schafft man sowas bei heutigen Autos? Nein, die klingen alle gleich! Und wenn sie mal anders klingen, dann sollte Frau schleunigst in die KFZ-Werkstatt des Vertrauens fahren und mit tieftraurigem, bestürztem Gesicht sagen: “Ich weiß nicht, was es sein könnte. Aber das Auto klingt heute so komisch. Könnt Ihr da mal nachschauen?” Das manchmal leicht spöttische Lächeln des KFZ-Meisters, weil die Diagnose so schrecklich ungenau ist, muss man halt ertragen. Übrigens … man sollte dann auch gleich die EC-Karte parat haben, weil’s mal wieder teurer wird. Aber ich komme vom Thema ab!

“Soundtechnisch” gesehen sind heutige Autos leider nur als Mainstream zu bezeichnen. Okay, okay … ich geb’s ja zu, kleine Stinker waren Wartburg, Trabi und … ach so … viel mehr gab’s damals für das normale Volk nicht! Wer etwas anderes fuhr wie Lada, Dacia oder Mosquitsch, der gehörte zu den Privilegierten.

Fakten rund um den neuen Wartburg

Doch zurück zu den harten Fakten: Opel möchte den Wartburg wiederbeleben - als abgespeckte Version des Opel Corsa. Der Wartburg soll um die 7000 Euronen kosten und man will Dacia damit Konkurrenz machen. Mit dem neuen Preis würde der neue Wartburg sich deutlich vom alten Pendant abheben. Zu DDR-Zeiten kostete der Wartburg mehr als 30.000 Ostmark, was für damalige Verhältnisse ein stolzer Preis war. Der letzte “alte” Wartburg rollte übrigens 1991 vom Band.

Wer sich bis hierhin immernoch nicht an das Aussehen eines Wartburgs erinnern kann, der sollte seine grauen Zellen auf Vordermann bringen und einfach mal bei dieser Wartburg-Fotostrecke vorbeischauen.
Wenn man jetzt etwas spitzes und ironisches anbringen möchte, dann könnte man folgende Frage stellen: Wer hat da bei Generel Motors, dem Mutterkonzern von Opel, auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten und Verkaufspotential die alten Bestelllisten für einen Wartburg aus DDR-Zeiten wiedergefunden?! ;-))

Wenn’s nach mir ginge, dann sollte die Idee keine PR-Ente bleiben. Taten könnten durchaus folgen! Doch bereits im November 2007, pünktlich zum 50. Geburtstag des Trabants, vermeldeten die Medien, dass der Trabi wieder aufgelegt werden soll (z. B. hier: Trabant Neuauflage in Sicht) Und was hat man seitdem gehört? Nichts … Leider!

Ich jedenfalls drücke den Opelanern in Eisenach ganz fest die Daumen, dass sie in der Nähe der Wartburg den Wartburg wieder bauen dürfen!

Die Abwrackprämie - eine Never-Ending Story?!

Oder: Ein Loblied auf die Abwrackprämie

Keine Zeitung und keine Nachrichtensendung kommt ohne dieses Zauberwort aus. Ab-wrack-prä-mie! 4 Silben, die ganz Auto-Deutschland verzücken. Lassen wir uns dieses tolle Wort nochmal auf der Zunge zergehen: Abwrackprämie! Welch wundervoller Klang für die Automobilfans und -Magnaten! Allein das Hickhack … Wird die Abwrackprämie aufgestockt oder wird sie nicht aufgestockt? … war spannender als jede Folge des Denver-Clans. Und gerade deswegen bekommt dieses famose Wort Abwrackprämie (ich kann es gar nicht oft genug wiederholen ;-)) die ersten Risse und einen leicht faden faden Beigeschmack. Nutzt die Abwrackprämie wirklich etwas oder ist es nur ein Wahlgeschenk zur Beruhigung der Massen?

Abwrackprämien-Theorie: Schnell, einfach und bequem

Über den Sinn oder Unsinn dieser Subvention der Automobilindustrie lässt sich vortrefflich streiten oder man kann sich freuen wie Bolle - zumindesst solange man nicht die Bürokratie dazu bewältigen muss. Ab heute ist es möglich, die Abwrackprämie online vorzureservieren, damit man beim Honigtopf nicht leer ausgeht. Dazu muss jeder Abwrackprämien-Interessent nicht nur diverse Daten eingeben, sondern auch eine Kopie des Kaufvertrages als PDF einsenden. Alles soll schnell, einfach, bequem und - in der deutschen Bürokratie das zweite Zauberwort nach Abwrackprämie - “kundenfreundllich” sein. Soweit die Theorie.

Zum Abwracken diese Prämie!

Die praktische Umsetzung hinkt der Theorie mächtig hinterher. Obwohl sich das BAFA (Bundesamt für Finanzen und Ausfuhrkontrolle) die Plattform einiges hat kosten lassen, ist der Andrang zu groß. Die BaFa-Unterseite ist schlicht und ergreifend aufgrund des Ansturms abgek…ckt … ähem … abgeschmiert. Hätte man den Ansturm im Vorfeld absehen können? Nö, warum auch? … Die Leute rennen die Autohäusern ja nur seit Januar 2009 die Bude ein und haben das bisherige Antragsformular wie die Bekloppten heruntergeladen. Aber das haben einige wahrscheinlich noch gar nicht mitbekommen, denn man ist ja bereits mitten im Wahlkampf! Da verschieben sich wahrscheinlich die Prioritäten ein “winziges bißchen”.

Dass allein schon durch das Herunterladen der Antragsformulare der BaFa-Server nicht in die Knie ging, ist nur dem Umstand zu verdanken, dass andere Websites wie Auto.de das Abwrackprämien-Downloadformular (mit Erlaubnis des BaFa) ebenfalls zur Verfügung stellten und sich so die Lasten besser verteilten.

An was wird es liegen? Vielleicht an der PDF-Kopie der Kaufverträge? Mhhmmnn? Wieviele Gigabyte oder besser Terrabyte kommen da zusammen - selbst wenn man die eingescanntes Dateien optimal komprimiert?! Doch damit liefert man nur ein Argument mehr für den Ausbau der breitbandigen Internetverbindungen!

Verwaltungskosten der Abwrackprämie

Übrigens der ganze Spaß kostet den Steuerzahler fast nichts. ;-))) Hinter vorgehaltener Hand werden nur läppische 12,5 Millionen € an Verwaltungskosten gemunkelt. Rechnet man das in die Abwrackprämien-Währung um, so sind das ca. 5000 neue Autos, die aus dem Fördertopf entfallen. Aber was sind schon 12,5 Millionen im Vergleich zu den monatlichen Milliarden, die die Rettung von Banken wie der Hypo Real Estate kosten?

*Sarkasmus an* Geld verbrennen in Zeiten der Krise ist ja so einfach und noch viel schöner als das Wort Abwrackprämie! Zum Glück wird an anderer Stelle kein Geld gebraucht, denn “denen” hat man bereits vor Jahren das Mantra “Hilfe zur Selbsthilfe” eingetrichtert - oder wie sind solche Essen-Spendenwebsites in einem der reichsten Länder der Welt zu werten? *Sarkasmus aus*

Google: Die Pressewürge-Krake

Gestern gab es in unserer Gute-Laune-Butze eine angeregte Diskussion. Entfacht wurde sie von der Meldung, dass Google News einen Vertrag mit der EPA (= European Pressphoto Agency) abgeschlossen hat und künftig in den Google News auch Agenturtexte angezeigt werden. Google und die Nachrichtenagenturen teilen sich die Erlöse aus der dazu eingeblendeten Werbung. Die Google-Originalmeldungen können  hier und hier nachgelesen werden. Nur Reuters und die DPA machen bislang nicht mit.

Was bedeutet das für das “Webleben”?

*Spekulationsmodus an*: Möglicherweise wird Google die Agenturmeldungen sehr hochgewichten. Es ist anzunehmen, dass die Agenturmeldungen im Volltext angezeigt werden. *Spekulationsmodus aus*.

Der Leser bekommt nun gleich die gewünschte Information und klickt nicht mehr weiter z. B. zu Welt, Spiegel oder der SZ. Wenn die Meldungen der Zeitungen und Zeitschriften erst danach eingeblendet werden, bekommen die Redaktionen ein massives Problem. Sie übernehmen die Selektionsarbeit und Aufbereitung der Agenturmeldungen (z. B. indem sie Beziehungen zu anderen Themen herstellen, tiefer recherchieren) bekommen dafür aber keinen Besuchertraffic mehr.

Da sich Zeitungen und Zeitschriften aus einem gewissen Teil über Werbung quer finanzieren, brechen massiv Einnahmen weg, denn die Werbeerlöse sind abhängig von den Besucherströmen. Aus diesem Blickwinkel kann man die Aufschreie vom Spiegel verstehen (Wie Google die Redaktionen ausbeutet).

Ist die Freiheit und Unabhängigkeit der Presse in Gefahr?

Werden nur noch Mainstream-Nachrichten Topplatzierungen erreichen? Wie schnell würden sich so Fehlinformationen verbreiten?

Denn man muss sich immer vor Augen halten, dass Agenturmeldungen nicht von einer Redaktion überprüft worden sind. Zum Teil lassen es sich Nachrichtenagenturen bezahlen, dass sie Pressemitteilungen von Unternehmen über ihre Ticker laufen lassen. Und solche PR-Selbstbeweihräucherung landet in Zukunft ungefiltert bei Google News und erreicht eine große Öffentlichkeit? Bekommt womöglich sogar den allgemeinen “Nachrichten-Trust” in der Bevölkerung vererbt - getreu dem Motto “Es stand doch aber bei Google News!”. Halleluja! Da bekommt das Wort Nachrichtenwerttheorie ja eine ganz neue Bedeutung!

Wer ist der Gewinner und wer der Verlierer?

Zu den Verlierern zählen ganz klar die kleinen, unabhängigen Zeitungen und Zeitschriften, die so schon ums Überleben kämpfen.

Auf den ersten Blick gehört Google zu den Gewinnern. Doch was passiert, wenn der Eindruck wächst, dass der Konzern langsam zu mächtig wird? Könnte man auf Google im Web komplett verzichten? Derzeit lebt dieses Experiment ein News.de Reporter, der 7 Wochen auf Google verzichten möchte. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein! Wenn das alle Internetnutzer machen würden, dann stände Google auf dem Schlauch. In dem Fall würde das Google Geschäftsmodell zusammenbrechen. Noch besteht die Gefahr nicht, weil gute Alternativen zu Google fehlen. Doch man darf gespannt sein, ob vielleicht das Wolfram Alpha-Projekt das Potential dazu hat.

Klarer Gewinner sind wahrscheinlich die Nachrichtenagenturen. Diese bekommen nun das Geld nicht nur von den Redaktionen sondern auch von Google.