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Puller…äh Pollenalarm

Da ist sie wieder. Die schlimmste Zeit für alle Allergiker. Die Pollen fliegen wieder und bestäuben, außer dem von Mutter Natur Vorgegebenen, auch alle nach Frischluft Ringenden unbarmherzig mit Feinstaub ( Ja, der geneigte Leser wird sich erinnern: das Unwort des Jahres 2005 oder/und 2006 ).

Wir werden es erleben: Zombies mit blutunterlaufenen Augen, Triefnasen ohne Grippe und Niesen ohne Schnupfen.

Dem ein oder anderem Nachtschwärmer kommt diese Zeit sicherlich gelegen. Schließlich fallen die eigenen geschwollenen oder auch weeeeeeeeeeeeiiiiiiit geöffneten Augen dann zumindest erst auf den 2. Blick auf.

Aber drücken wir an dieser Stelle kurz unser aller Mitleid für Mc Linkilzn, in Form einer Schweigeminute, aus.
[ 1. Minute starr auf den Bildschirm blicken! ]

Unser hochgeschätzter Butzenbewohner ist mit seinen Pollen wieder allein daheim. Ich habe keine Ahnung, ob Mc Linkilzn Heuschnupfen hat, aber er ist definitiv allergisch auf jede Art Umwelt, speziell im Schwenkbereich von 2m.

Grüssle

Eisige Atmosphäre in der Butze…

Was soll ich sagen ( bzw. schreiben ) - Stimmung und Kommunikation der Butze sind auf dem Tiefpunkt. Nein, lieber Leser, in diesem Fall ist nicht ausschließlich Mc Linkilzn der Übeltäter. Vielmehr ist er nur die Spitze des Eisbergs.

Roconti - eigentlich ein kontaktfreudiger Hardrocker mit Hang zum exzessiven Bierkonsum, vergräbt sich hinter seinem MP3-Player. Als ob das nicht schon reichen würde, denkt unser Wikinger allerdings, dass er es nicht mal nötig hat, wenigstens markante Textzeilen lauthals zum Besten zu geben. Wo kommen wir denn hin, wenn hier jeder macht wie er will.

auktschnhossa - Ja was ist eigentlich sein Problem? Bei diversen Pausen zur Inhalation von Vitaminstengeln, blitzt sein ganzes Potential immer wieder auf. Leider scheint er diese Kommunikationsfreude stets wieder auf NN zurückzufahren, sobald die Raucherlunge wieder Luft bekommt. Schade eigentlich, denn schließlich ist er einer der Koalitionspartner der GK-Allianz.

follow Nadjenka - Stets bemüht, Unterhaltung von anderen einzufordern, fehlt mir an dieser Stelle etwas die Eigeninitiative in Sachen anspruchsvoller Belustigung der Mitmenschen. Es reicht halt nicht, die eigene Anwesenheit nur durch lautes Aufschlagen der Absatzschuhe nachzuweisen.

Mc Linkilz - Zu ihm ist eigentlich nicht viel zu sagen. Er fällt in der Regel nur durch unsinnige Kommentare auf. Die anderen 3 Wochen des Monats verfällt er wieder in seine, mittlerweile bereits anerkannte, Lethargie. Selbst Witze muss man unserem Kaspar Hauser gelegentlich zweimal erklären. Ich für meinen Teil habe die Hoffnung auf Besserung bereits aufgegeben.

Knut Monet - Eigentlich ein cleveres Kerlchen, der es geschickt versteht, andere für seine Aufgaben mit einzuspannen. Sein Unterhaltungsprogramm gilt leider meist nur dem direkten Nachbarn, so dass der Eindruck entsteht, der Rest der Butze ist ihm egal. Gib Dir einen Ruck!

mautonique - Sie ist der Lichtblick, der Silberstreif am Horizont. Ich habe unsere Excel-Expertin noch nie schlecht gelaunt erlebt und auch die Hilfsbereitschaft ist beispiellos in der Butze. Sehr gut, weiter so.

Kommen wir zu den etwas stilleren Bewohnern.

4 eye schatti ( Ja still ist hier vielleicht das falsche Wort ) & Mandy fly
Was soll ich sagen? In deren Köpfen möchte ich mal Mäuschen spielen.

Captain Price - Auch an mir merkt man spürbar die Eisenkälte der Butze. Der Redefluß wurde stark ausgebremst und auch das Aufwerfen wilder Theorien hat stark unter dem Mangel an Input gelitten.

Also, liebe Mitbewohner, Arbeit MUSS Spaß machen. Nur so können auch alle in angenehmer Atmosphäre Höchstleistung abrufen und umsetzen. El Bosseo wird mir ( hoffentlich ) zustimmen. So what…

Google die “kommerzielle Entwertungsmaschine”

Offenbar fühlen sich Autoren und Verlage von Google bedroht.

“Verleger zeigen sich vom Vorhaben Googles, Bücher einzuscannen und Autoren dafür eine einmalige Entschädigung anzubieten, beunruhigt und empört.”

Bereits am Freitag erschien der Artikel von ROLAND REUß, in dem er auf zukünftige Mißstände hinweist, mit denen sich Autoren im digitalen Zeitalter von Google auseinandersetzen müssen.

Bei Heise wird der Ton heute bereits schärfer:

“Google,…, lege wenig Wert darauf, sich juristisch korrekt zu verhalten. Mit “schamlosen freibeuternden Aktivitäten” würde von der “kommerziellen Entwertungsmaschine” eine “Enteignungskulisse” geschaffen…
Da Google als Suchmaschine schon jetzt mit Inhalten, die von freien Autoren geschaffen werden, weit mehr Geld verdiene als Buchverlage mit der Publikation solcher Werke, wäre es demnach “nur recht und billig, Google zur Kasse zu bitten”.

Quelle: heise.de

quod erat demonstrandum

Ein typischer Abend unter Männern

Man glaubt es nicht, aber es gibt Klischees die immer bedient werden. Lustig wird es immer dann, wenn es den Beteiligten bewußt wird. Es entsteht ein unangenehmer Moment der Peinlichkeit.
Wie stellt sich der werte Leser einen typischen Abend unter Männern vor? Was wird besprochen ?
Fußball ? Auf jeden Fall ein Thema.
Autos? Definitiv.
Frauen? ‘türlich.
Bier? Geht auch ohne?
Weltpolitik? …, zirp, zirp, zirp ( es rauscht ein trockener Busch vorbei [ geiles Wortspiel ]… )
Geld? Nur wer hat.

All diese Themen werden in unregelmäßigen Abständen von unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Motiven zur Diskussion gestellt. Dann versucht in der Regel der direkte Nachbar auf der Couch, den ihm unmittelbar Gegenübersitzenden davon zu überzeugen, dass er zu dem Thema viel lauter sprechen kann, als der Typ, der gerade auf dem Balkon raucht und von dort aus versucht zu erahnen, wie alt die Frau auf dem Balkon über ihm ist.

Eins sollte klar sein. Keine Antwort ist so dumm, dass sie es nicht wert wäre, auch in den Raum geworfen zu werden.

Es folgt der übliche Schwanzvergleich.
“Habe heute einen X1 gesehen.”
“Einen was?”
“Du kennst den neuen X1 nicht.”
( Stille im Raum )
“Doch natürlich, aber seit ich mal ‘nen RS6 im 2. Gang überholt habe, achte ich da nicht mehr so drauf.”
( Puh, Situation gerettet )

Boxen im Fernsehen. Man(n) berät sich, wie lange Unsereins wohl im Ring stehen würde. Wir einigen uns darauf, dass wir den ersten Haken wahrscheinlich nicht mal sehen würden. Nach dem ersten Gong würde es vermutlich plötzlich dunkel werden.

Dann folgt ein kurzer Abspann über vergangene gemeinsame Erlebnisse.
“Toll”
“Sollten wir wieder tun.”
“Weisst du noch?”
“Erzähl das bloß nicht meinen Kindern!”

Mit fortschreitender Zeit läßt der Kommunikationsdrang dann hör- und spürbar nach. Erste Pläne für die Heimreise werden geschmiedet.
Und dann geht alles sehr schnell…
Abschiedsrauchen,
“Man sieht sich.”

q.e.d.

Thema Killerspiele…

0323-althaus11

Chronik meines Alkoholismus

Ich kam nüchtern auf die Welt,
mit 3 mein erstes Malz bestellt.
Mit 5 den Schnapsschrank aufgekricht,
doch das Zeugs das schmeckte nicht.
So mit etwa 10 1/3 entdeckte ich dann Bier als Mittel,
mir ‘nen schnellen Spaß zu machen, endete mit Brockenlachen.
Vater hatte es verboten,
Onkel mir was angeboten,
Vater nahm es mit Humor,
kam zuweilen nicht mehr vor.
Mit 15 wurd’ ich konfirmiert,
brav pariert und abkassiert.
Trug nen Anzug und nen Schlips
und sie gönnten  mir den Schwips.
Heut muss ich die Folgen tragen. Heute kann ich Dir nur sagen: “Besser das zu lassen!”, aber man würd auch was verpassen.

Der Bub könnte gesünder sein,
kam in den Turn- und Sportverein.
Samstags halbstark amüsieren,
Sonntag beim Turnier verlier’n.
Mit anderen flaumbärtigen Lumpen,
Stiefel um die Wette pumpen.
Elend ins Vereinsklo spucken,
Maul abwischen, weiter schlucken.
Kurze Zeit nach dieser Zeit,
machte sich die Sitte breit,
mit Hilfe dicker Daunenjacken
im Supermarkt was einzupacken.
So hatte man noch Geld zum leben
und konnte trotzdem Partys geben.
Niewieder fand ich die Extase
meiner Berentzen-Apfel-Phase.
Heut muss ich die Folgen tragen. Heute kann ich Dir nur sagen: “Besser das zu lassen!”, aber man würd auch was verpassen.

Schule das ging auch vorbei,
fressen, ficken sorgenfrei.
Zimmer noch zuhaus,
besoffen hielt man’s aus.
Dann von Papas Geld studiert,
zur Selbstbelohnung terminiert.
Nach dem absolvierten Abschluß,
dann der absolute Abschuß.
Eines wird mir dabei klar,
dass ich zu reich zum schuften war.
Ich wollte nichts verkaufen,
ich wollte lieber saufen.
Ich hasse es mich anzupassen
und mich anbrüllen zu lassen.
Dafür schlaf ich gerne länger,
das Bequemste war ein Sänger.
Heut muss ich die Folgen tragen. Heute kann ich Dir nur sagen: “Besser das zu lassen!”, aber man würd auch was verpassen.

Quelle: Joint Venture

Der Regen wird wärmer

Er ist so gut wie da, der Frühling. Auch wenn wir ihn hinter all dem tristen Grau und dem dichten Regenschleier noch nicht genau sehen können, aber die ersten Anzeichen sind erkennbar: 2-stellige Plusgrade, Ende der Skiurlaubssaison, erste zarte Knospen an Bäumen und Sträuchern und der gierige Blick mancher Männer auf die Damenwelt.

Was liegt also näher als der alljährliche Frühjahrsputz? Schließlich beseitigt sich der muffige Geruch alter Speisereste nicht von allein.

Viele assoziieren den Frühjahrsputz ja mit einem enormen Arbeitsaufwand. Aber das muss ja nicht sein. Mein Alternativvorschlag: eine Schni(psel)tzeljagd.

Zuerst befördert man alle sperrigen Möbelstücke aus der Wohnung. In Zeiten der Mietwohnung muss dafür natürlich der Balkon herhalten. Man glaubt gar nicht, wieviele Möbelstücke man übereinander stapeln kann, bis das moderne Kunstwerk zu kippen droht. Haben sich all die Jahre, in denen ich mit Bauklötzern gespielt habe, doch gelohnt.

Danach ist i.d.R. eine kurze Bestandsaufnahme erforderlich: Wer zum Geier hat hinter meinem Sofa Chilipulver verstreut? Sind diese Schmierflecken schon länger im Laminat? Hilft eine Mausefalle auch gegen Wollmäuse? Würde ein einfacher Umzug das Problem nicht auch lösen?

Nun arbeitet man sich systematisch von Schandfleck zu …würg, was ist das denn?

Ein kurzer Check der Konsistenz ( angeleckten Finger samt Pulver in fremden Mund einführen  ) dieses roten Pulvers hinter dem Sofa offenbart: Is ja Brausepulver, ok dann weiss ich wer’s war. Vergessen wir das einfach.

Rettung verspricht in letzter Sekunde ein genialer Einfall. Was spricht denn dagegen, das Problem einfach, im wahrsten Sinne des Wortes, auszusitzen? Also geschwind alles Üble säuberlich an die Stelle gekehrt, wo sonst das Sofa steht, Sofa wieder vom Balkon holen, abstellen und fertig.

Und die Moral von der Geschicht: Putzen is für Männer nix.

Merkel sieht schwerste Krise seit 1945

Ja da schau her, unsres Merkel hat wohl jetzt den Durchblick? Sie erkennt die Probleme des Landes ja bereits 1 Jahr nachdem sie aufgetaucht sind. Klatschen wir doch alle mal in die Hände und sagen: “Fein gemacht!” und “Du hast die Haare schön, du hast die Haare schön…”

US-Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman wird heute im Stern zitiert:

“Deutschland war bislang nur ein riesiger Stolperstein, ein gewaltiges Hindernis… die “Neigung zu orthodoxen Positionen in Fragen der Finanzpolitik”. Finanzminister Peer Steinbrück scheine mit koordinierten Konjunkturprogrammen “ein echtes Problem” zu haben. Mit Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der Ökonom, man könne “nicht gerade von intellektueller Beweglichkeit sprechen.“.

Ja, Herr Krugman, unsres Merkel hat sich all die letzten Jahre nie durch besondere Ideen hervorgetan. “Wenn sie denn mal was sagt, dann isses auch nichts. Da könnnen Sie fest von ausgehen.” ( Volker Piespers, Bis Neulich )

Fest steht, meine Stimme bekommt im Herbst definitiv keine der großen Volksparteien.